Griechenland im Abseits

Critics Special: Sommer im MQ

Papst goes Facebook

Schermann vs. Modepalast 2010

rumpelkaeppchen
Profilbild von rumpelkaeppchen
Lesestoff uvm.

Bonsai Potatoes - der Weg zum inneren Frieden

4 Kommentare // Gelesen: 127 mal
Verfasst von:rumpelkaeppchen am So 14.03.2010
Artikelbild zu 'Bonsai Potatoes - der Weg zum inneren Frieden'

Im Gespräch mit Hendrik Bajek, dem bekanntesten Bonsai Potato Künstler Europas, über die Erdäpfelkunst und Selbstfindung.

Bonsai - eine fernöstliche Kunst des Heranzüchtens von Miniaturbäumen und Sträuchern. Bisher eher ein Hobby für Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter, schwappt uns der neueste popkulturelle Trend vom asiatischen Kontinent entgegen: die  ‚Bonsai Potatoes' (土豆盆景 oder tǔdòu pénjǐng).

In Wien noch weitestgehend unbekannt, hat diese Stadt jedoch bereits eine weltweit anerkannte Koryphäe auf dem Gebiet der Bonsai Potatoes hervorgebracht. Im Gespräch mit Hendrik Bajek hatte ich die Ehre mich in diese hohe Kunst einführen zu lassen und durfte ihm einige Geheimnisse entlocken:

Herr Bajek, vielleicht erklären Sie uns ganz kurz, was man sich überhaupt unter dieser neuen Form der Heimgärtnerei vorstellen darf?

Es geht hier um weit mehr als nur einfache Heimgärtnerei. Die Kultivierung eines Bonsai Potatoes bringt auch die Kultivierung des eigenen Geistes mit sich. Ein Bonsai Potato  ist keine einfache weitere Zimmerpflanze. Allein die Wahl des richtigen Potatoes sollte gut überdacht sein und kann sich auch schon mal über einige Wochen ziehen. Ziel der Züchtung ist es Zen zu erreichen, die innere Harmonie. Doch dazu muss man sich lange Zeit mit seinem Schützling beschäftigen, mit ihm eins werden.

Wie entwickelte sich Ihre Liebe zu den Bonsai Potatoes? Wie nahm Ihr Weg auf den Olymp dieser neuartigen Bonsaizüchtungen  ihren Anfang?

Anfangs, bei der Entdeckung der Bonsai Potato Kultur, war ich äußerst skeptisch. Wie soll denn das funktionieren? Ein einfacher Erdäpfel soll mich zu innerer Erleuchtung führen? Doch entschloss ich mich dem Ganzen wenigstens einen Versuch zu geben und so fing ich mit der Züchtung meines ersten von mittlerweile rund 100 Bonsai Potato Züchtungen an. Erst fühlte ich keinerlei Andeutung inneren Friedens, doch je länger ich mich meinem Potato widmete desto intensiver wurde das Gefühl der puren Zufriedenheit. Ein Potato Bonsai benötigt kein Wasser um zu gedeihen. All seine Ressourcen sind bereits in ihm selber vorhanden. Könnte es nicht auch sein, dass wir Menschen jene Ressourcen auch in uns tragen? Sollte man nicht darauf vertrauen „aus sich selber hervorzuwachsen"? Ein Bonsai Potato kann uns viel lehren. Er bedarf nicht viel an Pflege, man gibt nicht viel, doch bekommt sehr viel zurück.

Was ist ihr Geheimnis? Was hat Ihren Bonsais zu solch internationaler Resonanz geholfen?

Ich denke man könnte es als eine Art symbiotisches Verhältnis bezeichnen welches ich zu meinen Bonsai Potatoes habe. Die Potatoes genießen bei mir jegliche Freiheit sich zu entfalten zu gedeihen und alle ihre Ressourcen zu nutzen. Ich wiederrum lerne von den Potatoes. Sie geben mir Kraft und beschützen mich vor negativen Energien. Wir leben nicht nebeneinander, wir leben miteinander.

Was raten Sie jemandem der selber beschließt damit anzufangen?

Wichtig ist die Wahl des Potatoes, lassen sie sich Zeit und fühlen sie die so vielfältigen verschiedenen Energien eines jeden einzelnen Potatoes bevor sie sich für Ihren persönlichen entscheiden.
Suchen sie für ihn eine ganz besondere Stelle in ihrem Zuhause aus. Ein Bonsai Potato gedeiht nicht gut, wenn er an Orten steht, die nicht oft beachtet werden. Lassen sie sich auf die faszinierende Reise ein und sie werden ihr Zen finden.

Wie sehen Sie die Zukunft der Bonsai Potatoes in Europa?

Als einer der Pioniere der europäischen Bosnai Potato Züchtung ist es mir ein großes Anliegen die gewonnenen Erkenntnisse der Potatoes zu verbreiten. Doch ist es auch mit diesen Weisheiten nicht anders als mit anderen: Man muss sie selber erfahren und für sich entdecken. Eine rasante Verbreitung der neuen Kunstform ist in Europa noch nicht festzustellen, doch ist diese Art der Zen-Findung durchaus kultverdächtig. Ich bin gespannt was die Zukunft uns bringt und blicke mit hohen Erwartungen auf die ersten Bonsai Potato Awards am 8. Juli 2010.

Danke für das Gespräch, Herr Bajek.

Gerne.

Bei größerem Interesse hat sich Herr Bajek dazu bereit erklärt, eventuell ein kleines Tutorial über Bonsai Potatoes für critics.at zu verfassen.

-rumpelkäppchen

Kommentare
RedHotCherryPepper

RedHotCherryPepper » Wahnsinn! Dass es soetwas gibt!  « Sa 13.03.2010

nopic

stinkerbell » WIE um alles in der Welt bist du an Hendrik Bajek rangekommen und hast ein Interview bekommen? Der ist ja eine ziemliche Koryphäe auf dem Gebiet. Toll! « Sa 13.03.2010

nopic

thomasbom » war gestern frühstücken und hab herrn bajek am rochusmarkt gesehn. er hat eine folienkartoffel gegessen... ist das vertretbar? « So 14.03.2010

Felix Sofaliegn

Felix Sofaliegn » sicher nicht ^^ « So 14.03.2010

Du musst dich einloggen um kommentieren zu können.